Lars David Kellner

Liszt: Harmonium works, Vol. 3

Franz Liszts gesamte Werke für Harmonium solo

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Was das kompositorische Schaffen Franz Liszts für Tasteninstrumente angeht, so hat der virtuose Pianist und spätere Kleriker nicht nur das Klavier bedacht, sondern auch die Orgel: Neben einigen kleineren Stücken existieren auch eine Hand voll durchaus größere Werke speziell für die Kirchenorgel. Eine beträchtliche Anzahl seiner späten geistlichen Kompositionen ist jedoch nicht für nur ein bestimmtes Tasteninstrument konzipiert, sondern ‚funktioniert‘ – den expliziten Angaben Liszts folgend – auf mehreren Instrumenten: Klavier, Orgel oder Harmonium. Auch jene Werke gilt es also zu berücksichtigen, will man das Oeuvre des Meisters als Interpret vollständig durchdringen.


Bei der systematischen Erfassung der publizierten Gesamteinspielungen der Lisztschen ‚Orgelwerke‘ wird deutlich, dass eben jener Begriff leider einseitig – weil allzu wörtlich – verstanden wird, denn die Ausführung dieser Stücke erfolgt durchweg auf der Orgel. Eine Tonaufnahme sämtlicher Werke, die ausschließlich oder alternativ für Harmonium solo geschrieben wurden, liegt bis dato nicht vor. Diese Einspielung soll hier eine bemerkenswerte Lücke schließen und möge dem Harmonium im Sinne des Komponisten seinen Rang als vollwertiges Tasteninstrument zuweisen.

Als Instrumentalsolist hat man mit dem Harmonium ein Instrument zur Hand, das klangliche bzw. spieltechnische Vorzüge von Klavier und Orgel auf stimmige Weise in sich vereint: Zur dynamischen Wandelbarkeit gesellt sich tragfähiger Ton. Auch Franz Liszt wird sich dieser Vorzüge beim Komponieren und Spiel der Via Crucis auf seinem Harmonium bewußt gewesen sein, wenn es darum ging, Bögen in epischer Länge zu spannen, Melodien erst anwachsen und wieder ersterben zu lassen – im Sinne eines echten ‚smorzando‘. So gesehen dürfte bei der Mehrzahl der sakralen Lisztschen Spätwerke für Tasteninstrumente das Harmonium das instrumentelle Mittel der ersten Wahl sein.

Lars David Kellner

"Ein absolutes Kleinod der Interpretation auf dem Harmonium! Kellners Spiel leuchtet mal glimmend, mal glühend, mal lodernd, übertreibt nie und fasziniert immer." (M. Straeter, Deutsche Liszt-Gesellschaft, 2022)

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Erscheinungsdatum: March 2, 2022
Label: recordJet
Anzahl Tracks: 15
Gesamtspielzeit: 45:00