Lars David Kellner

Die späte Klaviermusik von Franz Liszt zeichnet sich im Vergleich zur virtuosen Überschwänglichkeit früherer Werke durch eine ausgesprochene Sparsamkeit der musikalischen Mittel aus. In der Hinwendung zum Glauben (»Sancta Dorothea«) übt Liszt bewusst Verzicht (»Resignazione«), findet jedoch trotzdem nur schwer Trost (»Die Trauergondel«). Kein Wunder, dass das Meisterwerk »Via Crucis« jahrzehntelang unaufgeführt blieb, war es doch seiner Zeit aufgrund der progressiven Harmonik und Form meilenweit voraus. Andere Werke wie die »Fünf Klavierstücke« finden nur selten den Weg auf die Bühne. Lars David Kellners modernes, dunkles Liszt-Album mit Lichtblicken!

Aufnahme: Kleines Theater Haar, Steinway D.

Lars David Kellner, Klavier.

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(...) Kellner understands the enigmatic, barren world of the music of the latter stages of Liszt’s life. Liszt took his orders in 1865, becoming the Abbé Liszt; the five piano works collected under the Searle number of 192, date from between that year and 1879. The tempo indications for this group are predominantly slow, and indeed Liszt allows himself to stretch his melodies in the first three (Sehr langsam; Lento assai; Sehr langsam); only at the fourth, an Andantino, does some sense of movement, and with it, consolation, arrive, an approach to consonance that makes arrival points glow in an almost Wagnerian way.

Fanfare Mag

Erscheinungsdatum: December 3, 2018
Label: recordJet
Anzahl Tracks: 23
Gesamtspielzeit: 62:18